Sleepwalking (For Soprano and Piano Quartet) op.537 (August 2003)

A concert work in 7 movements re-arranged from the original for soprano and eight cellos, see opus 505
Published by: Highbridge Music Ltd

Movements

  • 1: Tranquillo
  • 2: Allegretto
  • 3: Maestoso
  • 4: Vivace
  • 5: Adagio
  • 6: Allegro Furioso
  • 7: Tranquillo

Performances

11th March 2017
- 22nd March 2017
Two-act ballet, the score consisting of major musical works and excerpts of works by Howard Blake. Scenario, Choreography and Direction by Robert North, Various performances have been given at Monnchen-Gladbach Opera from 14th May - August 2016 Theater Krefeld opened their run of the work on October 2nd 2016 for various performances up to March 22nd 2017

Ballett von Robert North
Musik von Howard Blake (*1938)
Sopran solo Sophie Witte. Niederrheinische Sinfoniker and choir conducted by Alexander Steinitz

14th May 2016
- 8th July 2016
Ballet by Robert North, Music by Howard Blake, 20 performances in Monnchen Gladbach Opera House (and more planned for Krefeld Opera House) *Matinee at 11.15am on 8th May at the opera house when the creative team talked about the creation of the work. Premiere 14th May. *Premiere to take place at the opera house at 7.30pm on Saturday 14th May

Two-act ballet, the score consisting of major musical works and excerpts of works by Howard Blake. Scenario, Choreography and Direction by Robert North

Eine Frau ohne Namen (UA)

Ballett von Robert North
Musik von Howard Blake (*1938)

Eine Frau, der wir vielleicht auf der Straße, im Café oder im Kino zufällig begegnen, ist die namenlose Protagonistin in dem neuen Handlungsballett von Ballettdirektor Robert North. Beispielhaft für alle Frauen, die ihr Leben bewusst gestalten und Sinn und Erfüllung darin finden, stellt North eine ‚Frau ohne Namen’ in den Fokus seiner Choreografie und kreiert so auf feinfühlige und besonnene Weise ein tänzerisches Plädoyer für Selbstbestimmung und Individualität.
Einfühlsam entwickelt er ihre Lebensgeschichte, beginnend mit der symbolischen Geburt: Ein Mädchen tritt in den Kreis des Lebens, wächst heran, verliebt sich. Das junge Paar heiratet, Kinder kommen zur Welt. Familiäres Glück geht einher mit beruflichem Erfolg: Die Frau ist eine kreative und fantasievolle Autorin. So tanzt sie durchs Leben, Jahr um Jahr verrinnt. Am Ende stirbt die Frau ohne Namen in den Armen ihres Mannes – und findet sich im Jenseits wieder, vom Chor der Engel fröhlich willkommen geheißen. Diese allegorische Geschichte stellt das irdische Leben in einen umfassenden existentiellen Zusammenhang und nimmt in künstlerisch freier Interpretation auch auf Motive aus der Mythologie Bezug. Die Musik zu “Eine Frau ohne Namen” komponierte Howard Blake, der vor allem durch Filmmusiken, u. a. zu dem weltbekannten Animationsfilm “The Snowman”, in seiner Heimat Großbritannien, aber auch international bekannt wurde.
Seit vielen Jahren verbindet ihn eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit Robert North: So entstand 1996 im Auftrag des Göteborger Opernhauses das Ballett “Eva”, welches nun nach gründlicher Revision unter dem neuen Titel “Eine Frau ohne Namen” am Theater Krefeld und Mönchengladbach vorgestellt wird. Howard Blake schrieb eine Partitur im klassischen Stil für großes Sinfonieorchester mit Solovioline, die sich in Prolog und zwei Akte (Das Leben einer Frau /Tod und Jenseits) gliedert. Durch Einsatz der menschlichen Stimme erweitert Blake die Ausdrucksmöglichkeiten: Eine Sopranistin und der gemischte Chor bilden eine zusätzliche musikalische Ebene, die an die Struktur eines Oratoriums erinnert.

Vorstellungen

///// Theater Mönchengladbach
08.05.16: Matinee zu Eine Frau ohne Namen
So 08. 05. 2016
11:15 Uhr // Karten
Premiere
Sa 14. 05. 2016
19:30 Uhr // Karten
Do 19. 05. 2016
19:30 Uhr // Karten
So 22. 05. 2016
18:00 Uhr // Karten
Fr 10. 06. 2016
19:30 Uhr // Karten
Di 14. 06. 2016
19:30 Uhr // Karten
Sa 18. 06. 2016
19:30 Uhr // Karten
Sa 25. 06. 2016
19:30 Uhr // Karten
Mi 06. 07. 2016
19:30 Uhr // Karten
Fr 08. 07. 2016
19:30 Uhr // Karten


Besetzung

Musikalische Leitung: Alexander Steinitz
Choreografie: Robert North
Choreografieassistenz: Sheri Cook
Bühne und Kostüme: Udo Hesse
Dramaturgie: Regina Härtling

Eine Frau: Karine Andrei-Sutter, Elisa Rossignoli
Ihre Eltern: Cecile Medour, Luca Ponti
Eine Freundin: Elisa Rossignoli, Teresa Levrini
Erster Ehemann: Alessandro Borghesani
Zweiter Ehemann: Raphael Peter
Kinder: Polina Petkova, Paolo Franco
Freunde: Takashi Kondo, Giuseppe Lazzara
Engel: Victoria Hay
Damen: Irene van Dijk, Jessica Gillo, Victoria Hay, Teresa Levrini, Cecile Medour, Yasuko Mogi, Zinnia Nomura, Polina Petkova, Amelia Seth
Herren: Marco Antonio, Alessandro Borghesani, Paolo Franco, Abine Leao Ka, Robin Perizonius, Raphael Peter, Luca Ponti, Radoslaw Rusiecki

 

21st August 2014 Patricia Rozario soprano, Ilona Glas violin, Katherine Clarke viola, Valeria Tartara cello, Howard Blake conductor, British Isles Music Festival, Ardingly College
19th November 2003 Patricia Rozario, The Schubert Ensemble, Wigmore Hall, London

Reviews


"Eine Frau ohne Namen" - ein Ballett von Robert North mit Musik von Howard Blake.

Das Leben einer Frau von ihrer Geburt bis zum Tod ist Thema eines neuen Ballettabends von Robert North. Im Theater Mönchengladbach wurde die Uraufführung dieses Werkes vom Publikum begeistert gefeiert. Dass der Abend zutiefst berührt ist neben der eindrucksvollen Choreografie vor allem der Musik zu verdanken. In enger Zusammenarbeit mit dem Ballettdirektor hat der britische Komponist Howard Blake verschiedene Teile aus seinen Werken zu einem faszinierenden Klangteppich zusammengefügt. Neben großem Orchester mit ausgedehnten Streichersoli kommt im letzten Teil auch ein Chor zum Einsatz.

Der Abend beginnt musikalisch mit einem Sopransolo (Sophie Witte), das sich von zarten Tönen zu ausdrucksvollem Gesang steigert. Die Sängerin steht am linken Bühnenrand und begleitet gemeinsam mit den Streichern der Niederrheinischen Sinfoniker den Prolog. Vor einem roten Hintergrund, auf dem als Sinnbild des Lebens eine Kreisform zu erkennen ist, erwachen die Tänzer zum Leben. Sieben Männer und Frauen, in schlichte graue Trikots gekleidet, tanzen gemeinsam, dann in Gruppen getrennt und schließlich wieder zusammen. In einer für North charakteristischen klaren Ausdrucksform, in der sich stets klassische und moderne Elemente des Tanzes mischen, wird vom Ursprung des Lebens erzählt. Männliche und weibliche Gene ziehen sich an, vereinigen sich, Leben entsteht.

Wo Leben ist, ist auch der Tod. Farbe und Licht wechseln in tiefes Blau und in einer kurzen Sequenz wird der Tod einer männlichen Figur betrauert. Am Ende des Prologs erscheint ein kleines Mädchen aus einem Tunnel heraus, den die Tänzer gebildet haben. Mit seinen Eltern läuft es im Kreis, ein größeres Mädchen wir eingewechselt, schließlich richtet sich eine in Rot gekleidete Frau (Karine Andrei-Sutter) im Zentrum der Bühne auf. Sie ist von einem schwebenden Metallkreis umgeben, der im Verlauf des Stücks noch eine wichtige Rolle spielen wird. Das Leben der Frau beginnt. Sie ist als allgemeines Sinnbild zu verstehen und bleibt daher namenlos. Auch bei den weiteren Figuren wird auf individuelle Namen verzichtet.

Da sind zwei Freunde (Takashi Kondo und Guiseppe Lazarra), die sie durchs Leben begleiten, eine Freundin (Elisa Rossignoli) taucht auf, die später zur erbitterten Rivalin wird. Vertrauensvoll und von einer zurückhaltenden Zuneigung ist die Beziehung zu dem Jugendfreund (Raphael Peter) gekennzeichnet, heftige Leidenschaft charakterisiert die Begegnung mit dem ersten Ehemann (Alessandro Borghesani). Kinder werden geboren und bald verlässt er sie wegen der Freundin. Eine banale alltägliche Geschichte, die allerdings sehr dicht und emotional erzählt wird. Das Bühnenbild bleibt bis auf wenige Farb-und Lichtwechsel abstrakt, die Kostüme sind der heutigen Zeit angepasst (Ausstattung Udo Hesse).

Zwei Sätze aus Howard Blakes Violinkonzert bieten den perfekten musikalischen Rahmen dazu. Unter der Leitung ihres Kapellmeisters Alexander Steinitz spielen die Niederrheinischen Sinfoniker hoch konzentriert und engagiert. Im hoch emotionalen Violinsolo (Philipp Wenger) spiegeln sich die Qualen der verlassenen Frau wider. Innerhalb des Metallkreises agiert sie wie eine Gefangene, die keinen Ausweg findet. Nicht nur in dieser Szene beeindruckt Karine Andrei-Sutter mit ihrer feinnervigen und zugleich so intensiven Körpersprache. Die langjährige Solistin des Ballettensembles feiert mit dieser Rolle, in der sie alle Facetten zeigen kann, einen glanzvollen Abschied von der Bühne. Aus der Krise führt der Weg zur Kunst. Gegen Ende des ersten Teils wird die Frau eine gefeierte Schriftstellerin, der Jugendfreund zum zweiten Ehemann. Der erste Mann und die Freundin tauchen als schmerzhafte Erinnerungen immer wieder auf. Der zweite Teil zeigt die Frau bereits am Ende ihres Lebens.

Der Dynamik des Lebens folgt eine eher elegische und versöhnliche Stimmung. Jetzt mit grauem Haar bekräftigt das Ehepaar im Tanz noch einmal seine Zuneigung, gibt es auch die Aussöhnung mit der Freundin. Der Tod erfolgt plötzlich am Schreibtisch, was den Abend aber noch nicht beendet. Denn in einem an den Prolog anknüpfenden Schlussteil wird der Übergang vom physischen Tod in ein anderes Leben thematisiert. Robert North’ Überlegungen sind hier eindeutig vom christlichen Abendland geprägt. Nach einem Zwischenzustand in Leere und Dunkelheit begleitet ein Engel (Viktoria Hays) die Frau in eine andere Sphäre. Die reduzierte Architektur eines Gewölbes mit Empore sowie die in Pastelltönen gehaltenen, schlichten Kostüme lassen an Renaissancebilder denken. Darauf abgestimmt ist auch die Musik, die mit einem wunderbaren Viola-Solo (Albert Hametoff) beginnt und dann Teile aus Blakes Oratorium „Benedictus“ verwendet. Der lateinische Gesang des gemischten Chores (Einstudierung Maria Benyumova) verbreitet eine feierlich-sakrale Atmosphäre, zu der die wieder sehr dynamische Choreografie einen spannenden Kontrast bietet. Mit Drehungen und Sprüngen und in unterschiedlichen Konstellationen scharen sich achtzehn Tänzerinnen und Tänzer als Himmelswesen um die jetzt weiß gekleidete Frau, die schließlich Teil von ihnen wird.

Die einfache Geschichte bekommt so einen überzeitlichen Charakter, Musik und Tanz verschmelzen zu einen eindrucksvollen Gesamtkunstwerk. Dass das alles nicht in Kitsch abdriftet sondern sehr berührt, ist der Kunst von Robert North zu verdanken. Er versteht es, mit Tanz Geschichten zu erzählen, prägnant und voller Poesie

Stück Das Ballett „Die Frau ohne Namen“ mit Musik von Howard Blake wird das nächste Mal am Donnerstag, 19.Mai, um 19.30Uhr am Theater Mönchengladbach an der Odenkirchener Straße 78 gezeigt.
Musikalische Leitung Alexander Steinitz
Choreografie Robert North
Choreografieassistenz Sheri Cook
Bühne und Kostüme Udo Hesse
Dramaturgie Regina Härtling
 

Michaela Plattenteich, West Rheinischer Zeitung, 16/5/2016

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